Wann heilpädagogische Frühförderung?

Wenn Sie sich Sorgen um die Entwicklung Ihres Kindes machen, weil...

  • es durch eine belastete Schwangerschaft oder schwierige Geburt ein Risikokind ist.
  • es ohne erkennbaren Grund viel schreit und schwer zu beruhigen ist.
  • es körperliche Nähe und Kontakt extrem sucht oder nicht mag.
  • es auffallend ruhig oder motorisch unruhig ist.
  • es Probleme beim Essen und Trinken hat.
  • die Sinne (Sehen, Hören, Fühlen) beeinträchtigt sind.
  • es seiner Entwicklung verzögert oder auffällig ist, z.B. beim Greifen, Krabbeln, Aufrichten oder Sprechen.
  • es sich schlecht konzentrieren kann, ungeschickt ist oder geringe Ausdauer hat.
  • es Schwierigkeiten im Spiel mit anderen Kindern hat oder wenig Variation im Spiel zeigt.
  • Sie Schwierigkeiten haben, das Verhalten Ihres Kindes zu verstehen.
  • oder Ihr Kind Hinweise auf eine Lern- und Entwicklungsstörung zeigt.

Frühförderung ist ein Angebot für Kinder mit Förderbedarf von der Geburt bis zur Einschulung und ist eine Leistung nach dem SGB XII.

Die Frühförderstelle arbeitet nach den Vorgaben der Frühförderverordnung (FrühV) aus dem Jahre 2003 und der Landesrahmenempfehlung NRW vom Januar 2016.

Sie basiert auf der Rechtsgrundlage der §§ 53, 54 Abs. 1 des Sozialgesetzbuches XII in Verbindung mit den §§ 55, 56 SGB IX.

Hier finden Sie die entsprechenden Gesetze:

Frühförderung versteht sich als familienorientierte, ganzheitliche Förderung der Gesamtpersönlichkeit des Kindes in seinem sozialen Umfeld. Entwicklungsgefährdungen wird entgegengewirkt und es wird auf die Integration des Kindes und seiner Familie in das soziale Umfeld hingewirkt (nach Maßgabe des § 4 SGB IX)

Die Frühförderung strebt an, eine drohende Behinderung zu verhüten oder eine vorhandene Behinderung in ihren entwicklungsgefährdenden Auswirkungen zu mildern oder auszugleichen, um dem Kind eine Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen oder zu erleichtern.

Sie versteht sich somit als Eingliederungshilfe nach §§ 55, 56 SGB IX (Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft) in Verbindung mit den §§ 53, 54 SGB XII. Die Kinder haben einen Rechtsanspruch auf jede im Einzelfall gebotene Hilfe, die sie befähigt, im Rahmen ihrer Möglichkeiten am Leben in der Gemeinschaft teilzuhaben.

Darüber hinaus besteht ein Anspruch auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation nach § 26 SGB IX.

Unser Förderangebot richtet sich nach dem Leistungstyp H Frühförderung des Landesrahmenvertrages nach § 93 d Bundessozialhilfegesetz – ambulanter Bereich.

Die Hilfeleistungen werden nach dem Bundessozialhilfegesetz unabhängig vom Einkommen finanziert.

Vereinbarungen über die Vergütungssätze werden mit der Stadt Bielefeld als Leistungsträger getroffen. Die Verhandlungen werden mit dem Sozialamt – Amt für Planung und Finanzen geführt.

Nicht alle können gleich sein, doch allen muss man gleiche Möglichkeiten geben, sich entfalten zu können.

Maria Montessori